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Das Astrologie Lexikon
A |
Abendstern |
Als Abendstern wird der Planet Venus bezeichnet, wenn er am Abend nach Sonnenuntergang in westlicher Himmelsichtungen zu sehen ist. Die Venus steht dann östlich von der Sonne empor und geht nach ihr unter. Die Venus erscheint uns als ein auffälliger, weisser Stern, der alle anderen an Helligkeit bei weitem übertrifft. |
Aberration |
Die Aberration ist die Verschiebung des Ortes eines Gestirns gegenüber dem geometrischen Ort infolge der endlichen Lichtlaufzeit. Beispiel: Jeder kennt den Effekt, dass man den Regenschirm schräg stellen muss, wenn man im Regen spaziert. Da wir uns um die Sonne bewegen, müssen wir unser Teleskop genau wie den Regenschirm etwas gegenüber der Verbindungslinie Stern - Fernrohr neigen. Der Stern wäre in unserem Bild vom Regen die regnende Wolke, der Regen das Licht, der Schirm das Fernrohr und der Läufer die beispielsweise die Erde. In der Praxis aber muss das Fernrohr um weniger als einer Bogenminute gegenüber der geometrischen Verbindungslinie Fernrohr - Objekt gekippt werden. Anm. Die Aberration des Lichts muss genau genommen mit Hilfe der speziellen Relativitätstheorie behandelt werden. Sie ist also in ihren Details nicht ganz harmlos. |
Aberration stellare |
Als stellare Aberration bezeichnen wir den Unterschied zwischen der Richtung eines Lichtstrahls für einen relativ zur Sonne ruhenden und einen sich mit der Erde bewegenden Beobachter. |
Ablationskühlung |
Beim Eintreten eines Raumschiffs in eine Planetenatmosphäre treten durch die Reibung gewaltige Hitzebelastungen auf. Die häufigste Form eines Hitzeschilds ist eine langsame abdampfende Schicht. Diese Schicht muss, um effektiv zu sein, eine hohe spezifische Verdampfungswärme, einen hohen Schmelzpunkt und geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen können. Das verdampfende Material erzeugt eine dünne Gasschicht zwischen Raumfahrzeug und der Atmosphäre. Diese Gasschicht verhindert einen zu großen Wärmefluss auf das Raumfahrzeug. |
Absorptionslinie |
In einem Spektrum z.B. der Sonne erscheint ein oftmals eng umgrenzter Bereich mit verminderter Lichtstärke. Einfacher: es fehlt eine bestimmte Farbe. Absorptionslinien entstehen dann, wenn sich vor einer Strahlungsquelle, wie z.B. die Photosphäre der Sonne ist, eine optisch dünne (d.h. durchsichtige) Gasschicht befindet. Das Vorkommen von Absorptionslinien im Spektrum kann uns Rückschlüsse erlauben auf die Chemie, die Temperatur, den Druck und die Bewegung der absorbierenden Gasschicht zu ziehen. |
Achondrite |
9% aller Meteorite sind Steinmeteorite ohne Chondren. |
Akkretion |
Akkretion bedeutet aufsammeln, ansammeln von Materie. |
Akkretionsscheibe |
Ein Körper zieht aus seiner Umgebung (meist von einer zweite Sonne) Materie an. Diese kann aber wegen der Drehimpulserhaltung nicht direkt auf ihn stürzen. Das angezogene Gas bildet zunächst eine Art Ring, eben die Akkretionsscheibe, bevor das Gas wegen «Reibung» in der Akkretionsscheibe schliesslich die Oberfläche des Materie «anziehenden» Körpers erreichen kann. |
Albedo |
Als Albedo bezeichnet man das Verhältnis der von einem Körper reflektierten Lichtmenge zur einfallenden Lichtmenge. Die Erde reflektiert 39% des einfallenden Sonnenlichts. Sie hat deshalb ein Albedo von 0.39. |
Alphateilchen |
Alphateilchen sind Kerne der Heliumatome mit zwei Protonen und zwei Neutronen. Manche instabile, d.h. radioaktive Atome wie das Uran stoßen bei ihrem Zerfall ein Alphateilchen aus. Deshalb ist die als Alphastrahlung bezeichnete radioaktive Strahlung ein Schauer aus Heliumkernen. |
Altersbestimmung |
(von Gestein, Meteoriten) Die Altersbestimmung von Gesteinen erfolgt temporär durch Messung der Konzentration verschiedener radioaktiver Isotope und deren Zerfallsprodukte. |
Anomalie mittlere |
Winkel, den ein Körper auf einer Kreisbahn mit derselben Umlaufzeit wie der betrachtete Planet seit der letzten Perihelpassage zurückgelegt hätte. |
Anomalie wahre |
Winkeldistanz zwischen dem Perihel und dem Planeten, gemessen vom Brennpunkt der Bahnellipse aus. |
Anomalistischer Monat |
Im Mittel vergehen 27 Tage 13 Stunden 18 Minuten und 33 Sekunden von einer Erdnähe des Mondes bis zur nächsten. Dieses nennt man einen anomalistischen Monat. |
Anomalistisches Jahr |
Das anomalistische Jahr ist die Zeitspanne zwischen zwei Durchgängen der Erde durch ihren sonnennächsten Bahnpunkt. Dies dauert 365 Tage 6 Stunden 13 Minuten und 53 Sekunden. |
Antimaterie |
Antimaterie verhält sich wie normale Materie. Nur wenn Materie und Antimaterie zusammenkommen, zerstrahlen beide zu Gammastrahlung. Das kann auch umgekehrt ablaufen: Aus Gammastrahlung kann wieder Materie werden, wobei Materie und Antimaterie zu gleichen Teilen entstehen. Dieses Entstehen und zerstrahlen von Materie und Antimaterie läuft streng nach Einstein: Energie gleich Masse mal Quadrat der Lichtgeschwindigkeit .
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Apex |
Der Apex ist der Punkt am Sternenhimmel, auf den unsere Sonne mit ihren Planeten mit 20 km/s relativ zu den Nachbarsternen zu rast. Er liegt südwestlich des Sterns Vega. |
Aphel |
Aphel (wortlaut: Ap-hel) ist der sonnenfernste Punkt einer elliptischen Umlaufbahn von Planeten, Asteroiden oder Kometen um die Sonne. Den sonnennächsten Punkt nennt man als Perihel. |
Apogäum |
Der erdfernste Punkt einer Umlaufbahn um die Erde wird Apogäum genannt, der erdnächste Punkt Perigäum, also der erdfernste Bahnpunkt eines Satelliten oder des Mondes. |
Äquinoktium |
Der Zeitpunkt, zu dem die Sonne den Himmelsäquator überschreitet, heisst Äquinoktium. Dies umfasst sowohl den Zeitpunkt für Frühlings- wie auch Herbstanfang. Wenn in einem Sternatlas steht, dass sich die Koordinaten auf das Äquinoktium 1.1.2000 beziehen, so heisst das, dass 0 Stunden Rektaszension und 0 Grad Deklination dem (aufsteigenden) Schnittpunkt von Himmelsäquator und Ekliptik am 1.1.2000 entsprechen. und der Sternatlas nur an diesem Moment strikte gültig ist/war. |
Aspekt |
Scheinbare Position eines Planeten, des Mondes oder der Sonne relativ zu einem anderen der genannten Himmelskörper. In der Astronomie sind nur Konjunktion, Opposition und Quadratur gebräuchlich. |
Aspekte |
Scheinbarer Winkelabstand eines Planeten, der Sonne oder des Mondes relativ zu einem anderen der genannten Himmelskörper. In der Astronomie sind nur Konjunktion, Opposition und Quadratur gebräuchlich. |
Asteroid |
Feste Körper, die die Sonne umlaufen und keine Planeten oder Kometen sind. |
Astrometrie |
Die Astrometrie (Gestirnspositionsvermessung) beschäftigt sich mit der Untersuchung von Licht aus dem Weltraum bezüglich seiner Einfallsrichtung. |
Astrophysik |
Zweig der Physik, der sich mit Himmelskörper beschäftigt. Aufgabe der Astrophysik ist es qualitative und quantitative Kenntnisse über die Strahlung (Licht, Neutrinos, Gravitationswellen usw) der Himmelskörper zu gewinnen und zu interpretieren. |
Aurora-Borealis |
Lateinischer Ausdruck für die Leuchterscheinung am Nachthimmel im hohen Norden. Schauen Sie unter Polarlicht. |
Azimut |
Der Azimut ist der von Süden nach Westen positiv gezählte, entlang des Horizonts gemessene Winkel zwischen der Südrichtung und der Richtung, in der ein Beobachter ein Gestirn sieht. |
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B-Stern |
Sonnen (= Sterne) mit Oberflächentemperaturen zwischen 10'000 und 28'000 Kelvin und einem Farbindex zwischen 0.0 und - 0.31 werden als B-Sterne bezeichnet. |
Bahn |
Der Weg eines Himmelskörpers im Raum. Dominiert die Schwerkraft eines großen Körpers in der Nachbarschaft, so kann die Bahn in der klassischen Physik nach Kepler und Newton durch Kelgelschnitte (Kreis, Ellipse, Parabel oder auch Hyperbel) beschrieben werden. |
Bahnelemente |
Mit sechs Angaben kann jede halbwegs stabile Umlaufbahn eines Körpers um die Sonne bestimmt werden. Diese Angaben lauten: Zeitpunkt des Perihel-Durchganges [y m d.d], Perihelion-Distanz [AU], Perihelion-Argument [°], Länge des aufsteigenden Knotens [°], Neigung der Umlaufbahn zur Ekliptik [°] und Exzentrizität der Umlaufbahn. |
Barnards Pfeilstern |
Hierbei handelt es sich dabei um den Stern mit der schnellsten Eigenbewegung am Himmel. Sie beträgt etwa 10" pro Jahr. Die rote M5 Zwergsonne in 5.9 Lichtjahren Entfernung ist nach dem alpha Centauri System und vor Wolf 359 der zweitnächste Stern. |
Bedeckungsveränderlicher |
So wird ein Stern bezeichnet, der periodische Lichtschwankungen aufweist, die dadurch erklärt werden, dass zwei Sonnen einander in engem Abstand umkreisen und sich von der Erde aus gesehen während einer Umlaufperiode wechselseitig bedecken. |
Beleuchtungsdefekt |
Ist der Winkelbetrag eines beobachteten Plantenscheibchens, der für einen Beobachter nicht beleuchtet ist. |
Bolometrische Helligkeit |
Die bolometrische Helligkeit beschreibt die auf das ganze Spektrum bezogene Helligkeit eines Sterns. |
Brechkraft |
Die Brechkraft einer Linse ist das Reziproke der Brennweite, also eins geteilt durch die Brennweite. |
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CCD |
Diese modernen Bildaufnehmerchips (CCD = Charge Coupled Device) werden zunehmend ein wichtiges Instrument des gut gemeinten Amateurs. Kernstück einer CCD Kamera ist ein Raster aus lichtempfindlichen Halbleiterelementen, aus denen die Photonen aufgrund des Photoeffekts (Einstein erhielt für die Erklärung dieses nur mit Quantenmechanik beschreibbaren Effekts den Nobelpreis) Elektronen auslösen. Deren Anzahl ist proportional zur Lichtstärke, eher gesagt zur Anzahl einfallender Photonen. Das bedeutet auch, dass ein CCD keinen Schwarzschildeffekt aufweist. CCD Kameras eignen sich besonders zum Nachweis lichtschwacher Objekte, denn ihre Quantenausbeute kann bis zu 80% betragen. Etwas vereinfacht gesprochen bedeutet eine Quantenausbeute von 80%, daß nur jedes fünfte Photon verpasst wird. |
Cepheiden und W Virginis Sterne |
Die Cepheiden sind pulsierend und veränderliche Sterne. Sie zeichnen sich durch grosse absolute Leuchtkraft, durch den regelmässigen Lichtwechsel mit Perioden von 1 bis 50 Tagen und einer Beziehung zwischen Periode und Leuchtkraft aus. Es handelt sich dabei um Sterne des Spektraltyps von F bis G5. Sie liegen im HRD im Bereich der Riesen weit oberhalb der Hauptreihe.
Da sie von sehr grosser Leuchtkraft sind, können sie auch in
fernen Galaxien beobachtetwerden.
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Charon |
Der ca. 1000 km grosse Mond des TNO Pluto wurde erst 1978 entdeckt. Da Pluto selbst nur etwas mehr als 2000 km aufweist, ist das System aus Pluto und Charon als Doppelplanet zu betiteln. Charon und Pluto umkreisen einander in einer Entfernung von 20'000 km einmal alle 6 Tage 9 Stunden und 18 Minuten. |
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Deep-Sky |
Als «Deep-Sky Objekt» oder einfach auch nur «Deep Sky» werden Himmelsobjekte jenseits des Sonnensystems und der nächst gelegenen Sterne bezeichnet, also Galaxien, Nebel oder Sternhaufen. |
Deimos |
Ist der äussere der beiden Marsmonde. Der asteroidenartige Körper ist 15x12x11 km gross und umkreist Mars alle 1.262 Tage auf einer Kreisbahn mit 23'500 km Radius. Die Nähe zum Mars macht eine Beobachtung des 12m - 13m hellen Pünktchens für Amateure sehr schwierig. Der andere Marsmond hat den Namen Phobos |
Deklination |
So wird der Winkelabstand eines Himmelskörper vom Himmelsäquator bezeichnet. Die Deklination ist eine der beiden Koordinaten zur Festlegung der Position von Gestirnen auf der Himmelskugel. |
Delta T |
Schlicht als Delta T wird die Differenz zwischen dynamischer Zeit und terrestrischer dynamischer Zeit bezeichnet. Gegenwärtig beträgt Delta T etwa plus eine Minute und steigt
jährlich um etwa eine Sekunde. Ursache der Differenz Delta T sind die durch die Gezeiten langsam abnehmende Erdrotation und sonstige Unregelmäßigkeiten in der Erdrotation.
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Dioptrie |
Die Brechkraft einer Linse ist das Reziproke der Brennweite, also eins geteilt durch die Brennweite. Sie wird in dpt (Dioptrie) angegeben. |
Dobsonian |
Bei einem Dobsonian handelt es sich um ein preiswertes, azimutal montiertes Teleskop. Es wurde bewusst auf jeden rein für die visuelle Beobachtung von Deep-Sky-Objekten unnötig erscheinenden Luxus wie schwere parallaktische Montierung, Feintriebe, elektrische Nachführung und dergleichen verzichtet. Es gibt zwei grob unterscheidbare Variationen: Kartontubus-Dobsonian und Gitterrohrtubus-Dobsonian. |
Drake-Formel |
Die sogenannte Drake-Formel dient zur Abschätzung der Häufigkeit von Leben in der Milchstrasse. Dazu gibt es eine eigene Seite: hier. |
Drakonischer Monat |
Im Mittel vergehen 27 Tage 5 Stunden 5 Minuten und 36 Sekunden vom aufsteigenden Knoten bis zur Rückkehr des Mondes zu diesem Knoten. Das nennen wir einen drakonischen Monat. |
Dynamische Zeit |
Eine Familie von Zeitskalen (siehe baryzentrische dynamische Zeit, terrestrische dynamische Zeit), die 1984 die Ephemeridenzeit abgelöst hat. Die dynamische Zeit ist der von den Unregelmäßigkeiten der Erdrotation unabhängige Parameter in die Formeln der Ephemeridenrechnung. |
Dynamisches Äquinoktium |
Der Punkt, wo die Bahn der mittleren Sonne den Äquator von Süden nach Norden schneidet, üblicher ist der Ausdruck "Äquinoktium des Datums". |
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EDT |
Abkürzung für Eastern Daylight Saving Time. Sie ist die Zonenzeit (Sommerzeit) der amerikanischen Ostküste. Sie geht der Weltzeit GMT um 4 Stunden nach. |
EST |
Abkürzung für Eastern Standard Time. Sie ist die Zonenzeit (Winterzeit) der amerikanischen Ostküste. Sie geht der Weltzeit GMT um 5 Stunden nach. |
Einschlag |
Die allermeisten stammen von Einschlägen von im Sonnensystem treibenden Felsbrocken oder Eisbergen. |
Ekliptik |
In der Regel wird mit der Ekliptik der Kreis bezeichnet, den die Sonne durch ihre (scheinbare) Bewegung im Laufe des Jahres gegen den Sternenhimmel beschreibt. Die Ekliptik stellt aber tatsächlich die Ebene der Bahn der Erde um die Sonne dar. |
Elektromagnetische Strahlung |
Einfach: Strahlung, die sich in Form periodischer Schwankungen des elektrischen und magnetischen Feldes ausbreitet. Quantenmechanisch: Elektromagnetische Strahlung ist ein "Schauer" aus speziellen (Energie-) Quanten, den sogenannten Photonen.
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Elektron |
Als Elektron bezeichnet man ein Elementarteilchen mit einer Einheit negativer Elementarladung. Es hat eine Masse von 9.1094E-31 kg. Sein Eigendrehimpuls (Spin) beträgt 0.5, das Elektron ist deshalb ein Fermion. Die gesamte Chemie beruht auf der Wechselwirkung zwischen den Elektronen der Atomhülle. |
Emissionsnebel |
Als Emissionsnebel bezeichnet man leuchtende Gasnebel im Raum zwischen den Sternen. Sie weisen Emissionslinien im sichtbaren und infraroten Licht auf. Neben den klassischen Emissionsnebeln (HII-Gebiete) gehören auch Planetarische Nebel, Hüllen um Wolf-Rayet-Sterne, Novae und Supernovae in diese Klasse. |
Epoche |
Ist ein willkürlich fixierter Moment oder Datum, das als Referenz für einen Kalender, Bahnelemente, Himmelskoordinaten und Sternkarten verwendet wird. |
Erde |
Die Erde ist der dritte Planet von der Sonne her gezählt. Bisher ist sie der einzige Planet auf dem zweifelsfrei Leben nachgewiesen werden kann. |
Exoplaneten |
Exoplaneten sind Körper von mindestens ein paar tausend Kilometern Durchmesser und maximal 13 Jupitermassen Gewicht, die eine andere Sonne als die unsere umkreisen. Man kennt inzwischen weit über hundert solcher Exoplaneten. |
Exosphäre |
Als Exosphäre bezeichnen wir die oberste Schicht der Erdatmosphäre. Sie beginnt in etwa 400 km Höhe. |
Exzentrische Anomalie |
Die exzentrische Anomalie E ist ein Winkel, der eine Hilfsgröße in der Theorie der ungestörten Bahnbewegung zweier Körper nach Kepler und Newton. |
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Fackeln |
Fackeln sind helle Gebiete in der Photosphäre der Sonne. |
Finsternis |
In der Astronomie spricht man von einer Finsternis, wenn ein Himmelskörper teilweise oder vollständig hinter einem nicht leuchtenden Körper oder in dessen Schatten verschwindet. |
Finsternisjahr |
Das Finsternisjahr ist geozentrisch gesehen die Zeitspanne, die die Sonne bei ihrer Wanderung rund um den Zodiakus im Mittel braucht, um von einem Mondknoten wieder zu diesem zurückzukehren. Da sich die Mondknoten rückläufig entlang der Ekliptik bewegen, dauert das Finsternisjahr deutlich weniger lang als beispielsweise das siderische Jahr. Das Finsternisahr dauert 346 Tage 14 Stunden 52 Minuten und 55 Sekunden. |
Flares |
Von einem Flare spricht man bei einer rasch ansteigende und wieder abklingenden Leuchterscheinung, ähnlich einer Leuchtkugel.
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Fluchtgeschwindigkeit |
Die Fluchtgeschwindikeit v bezeichnet diejenige Geschwindigkeit, die mindestens erreicht werden muss, um aus einer bestimmten Entfernung r von der Mitte eines Planeten oder Sonne der Masse M dessen Schwerkraft zu überwinden. Das bedeutet, dass er mit der Fluchtgeschwindigkeit als Startgeschwindigkeit nie mehr zum Planeten zurück fallen wird. |
Fokalebene |
Jeder Brennpunkt eines Fernrohr- oder Fotoobjektives liegt in der Fokalebene. Sie liegt bei den meisten Fernrohrtypen rechtwinklig zur optischen Achse. |
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GMT |
Greenwich Mean Time, man nennt sie auch Weltzeit. Es handelt sich (bis auf eine Sekunde) um die mittlere Ortszeit des Meridians von Greenwich (London). |
Galaxie |
Galaxien, auch Welteninsel oder Milchstrassensysteme genannt, sind Ansammlungen von Milliarden bis einer Billion Sterne, welche sich alle um ein gemeinsames Zentrum bewegen. Der Durchmesser unserer Galaxie beträgt ca. 100'000 Lichtjahre. Es gibt auch wesentlich kleinere aber auch noch grössere Galaxien. |
Galileische Monde |
Die vier grossen Monde des Jupiters heissen von innen nach aussen Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Schon ein gutes Fernglas (auf Stativ, oder sonstwie ruhig gestellt) zeigt sie als Sternchen neben Jupiter. Im Laufe einer Nacht kann man ihre Bewegungen gut verfolgen. Eine der faszinierendsten Erfahrungen am Teleskop ist die Beobachtung des Schattens eines der Monde, wie er im Laufe einer Stunde als dunkler Flecken über die Jupiterscheibe zieht. Das gute Dutzend weiterer Monde des Jupiters sind sehr viel kleiner (<200 km) als die vier grossen. Selbst für den mit teuren Teleskopen und CCD-Kameras ausgerüsteten Amateur ist die Beobachtung der kleinen Jupitermonde eine Herausforderung. |
Ganymed |
Ganymed ist mit 5276 km Durchmesser der grösste Mond im Sonnensystem. Er ist noch grösser als die Planeten Merkur und Pluto. Ganymed umkreist in 1069000 km Distanz den Planeten Jupiter einmal in 7.155 Tagen. Eine hunderte km dicke Eisschicht umgibt Ganymed, die auch etliche Einschlagkrater aufweist. Unter dem Eis mag es ein Mantel aus flüssigem Wasser oder eine Art zähflüssiges Eis geben. Darunter gibt es eine felsige Schale, die einen Eisen-Nickel-Kern umgibt. Ganymed besitzt ein Magnetfeld von etwa 10% der Stärke des Magnetfelds der Erde.
Ganymed kann wie die übrigen Galileischen Monde des Jupiters leicht von der Erde aus beobachtet werden. Schon ein auf ein Stativ fixiertes Fernglas zeigt Ganymed als Sternchen neben Jupiter.
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Geoid |
Als Geoid bezeichnet ein im Vergleich zu der Erdkugel verbessertes Modell der Form der Erde. Es handelt sich um eine Aquipotentialfläche (im allgemeinen eine gekrümmte Fläche, auf der die Kraftwirkung der Schwerkraft auf jedem Punkt der Fläche senkrecht steht). Auf dem offenen Ozean entspricht das Geoid dem mittleren Wasserstand (d.h. über die Gezeitenschwankungen gemittelt) des Ozeans. Für das Festland kann man sich ein Netz von mit dem Meer verbundene Kanälen vorstellen, deren Wasserspiegel das Geoid definiert.
Siehe auch unter Geodätische Koordinaten. |
Geometrische Position |
Die geometrische Position eines Gestirns ist die Position bezogen auf den Erdmittelpunkt, den wahren Äquator und Äquinoktium ohne Berücksichtigung der Aberration und Lichtlaufzeit. |
Granulation |
Die körnige Struktur der Oberfläche der Sonne wird als Granulation bezeichnet. Sie entsteht durch turbulenten, konvektiven Wärmetransport. Es sind aus etwas tiefer gelegenen Schichten der Sonne aufsteigende heisse Gasblasen. Granulen sind etwa 1000 km gross und leben ca. 10 Minuten. |
Gravitation |
Newton erkannte, dass zwischen zwei Körpern eine Kraft wirkt, die proportional zum Produkt (d.h. die eine Masse mal die andere) beiden Massen, die wir mit m1 und m2 bezeichnen, ist. Ausserdem ist die Kraft F umgekehrt proportional zum Quadrat des Abstandes r zwischen den beiden Massen ist. Newton stellte dieses Gesetz gegen Ende des 17. Jahrhunderts auf. Er konnte mit diesem Gesetz die drei Keplergesetze auf ein einfaches allgemein geltendes Naturgesetz zurückführen und insbesondere die Bewegung der Himmelskörper mit einem auch auf der der Erde geltenden Prinzip erklären. Der (astronomische) Himmel unterschied sich nun nicht mehr grundsätzlich von der Erde.
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Grosse Mauer |
Es handelt sich dabei um eine Art Mauer aus etwa 2000 Galaxien in 500 Mio. Lichtjahren Entfernung. Die große Mauer ist 500 Mio. Lichtjahre lang und 200 Mio. Lichtjahre breit aber nur 15 Mio. Lichtjahre tief. |
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Halbwertszeit |
Radioaktive Stoffe zerfallen nach dem Gesetz, dass nach einer bestimmten Zeitspanne T (Halbwertszeit) nur noch die Hälfte der Anfangsmenge vorhanden ist. Nach 2*T nur noch ein viertel und so weiter. Als Formel:
N(t)=N(t=0)*2^(-t/T),
2^ bedeutet 2 hoch, N(t) =Anzahl Atome zum Zeitpunkt t, T = Halbwertszeit.
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Hauptreihe |
Im Farben-Helligkeits-Diagramm repräsentiert eine von links oben nach rechts unten verlaufende Kurve die große Mehrheit aller Sonnen. Diese sogenannten Hauptreihen-Sterne sind in einem Zustand stabiler Energieproduktion durch Kernfusion von Wasserstoff zu Helium. Unsere Sonne ist ein solcher Hauptreihenstern. Siehe auch HRD, Aufsatz HRD. |
Hayashi-Linie |
Im (theoretischen) Farben-Helligkeits-Diagramm sind Sterne aller Massen, die kühler als ca. 3000 K sind, hydrostatisch nicht stabil. Damit können stabile, d.h. weder sich ausdehnende noch zusammenziehende Sterne nur links von dieser senkrecht verlaufenden nach C. Hayashi benannten Linie existieren. Siehe auch HRD. |
Helikopter-Okular |
Dies ist ein Ausdruck, welcher in der Amateurastronomen - Szene entstand. Man versteht darunter ein langbrennweitiges Okular, welches einen so unangenehm großen Augenabstand besitzt, dass der Beobachter zuerst eine kreisende Kopfbewegung über der Augenlinse des Okulars machen muss, bis er die Austrittspupille und somit das Bild gefunden hat. |
Herbig-Haro-Objekte |
Die Herbig-Haro-Objekte sind kleine Emissionsnebel. Sie liegen in dichten Staubwolken in der Nähe von T-Tauri-Sternen. Man nimmt an, dass diese Nebel durch Schockwellen, verursacht durch den Sternwind des T-Tauri-Sterns, zur Emission angeregt werden. |
Hertzsprung-Russell-Diagramm (HRD) |
Im Hertzsprung-Russell-Diagramm werden die Sterne nach Spektraltyp (x-Achse) und
Leuchtkraft (y-Achse) eingetragen. Man kann auch die Leuchtkraft in Abhängigkeit der effektive Photosphärentemperatur auftragen.
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Himmelsäquator |
Der Himmelsäquator ist die Projektion des Erdäquators auf die Himmelskugel. |
Himmelskugel |
Eine gedachte Kugel in deren Mittelpunkt der Beobachter steht, und auf die alle Himmelsobjekte projiziert werden. |
Himmelspol |
Ein Himmelspol ist einer der beiden Durchstosspunkte der Rotationsachse der Erde durch die Himmelskugel. |
Horizont (Astronomisch) |
Es handelt sich dabei um eine zur Blickrichtung vom Beobachter zum Zenit senkrechte Ebene. |
Hubbleteleskop |
Teleskop mit 2.4 Meter Hauptspiegeldurchmesser, das im Weltraum um die Erde kreist. |
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Interferometrie |
Simultane Beobachtung einer Strahlungsquelle mit mehreren unabhängigen Teleskopen.. |
Invariable Ebene |
Die invariable Ebene steht senkrecht auf dem Drehimpulsvektor des Sonnensystems und geht durch den Schwerpunkt des Sonnensystems. |
Io |
Io ist der jupiternächste der vier Galileischen Jupitermonde. Der 3640 km grosse Io umkreist Jupiter alle 1.763 Tage. |
Ion |
Ein Ion ist ein Atom oder Molekül, das durch Verlust oder Einfang eines oder mehrerer Elektronen elektrisch geladen ist. In der Astrophysik wird die Ionisierung durch das Nachstellen von römischen Ziffern hinter das chemische Zeichen des jeweiligen Elements zum Ausdruck gebracht.
Hohe Temperaturen und/oder eine UV-Strahlungsquelle ist in der Lage, Elektronen aus den Atomen zu schlagen. Aber auch negativ geladene Ionen spielen in der Astrophysik eine Rolle. Die Undurchsichtigkeit der Sonnenoberfläche (Photosphäre) wird massgeblich vom Aufbau und Zerstörung von einfach negativ geladenem Wasserstoff bestimmt.
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Ionenantrieb |
Der Ionenantrieb ist ein Raketenantrieb, der Schub durch Ausstoss von elektrisch beschleunigten Ionen erzeugt. Im Gegensatz zu den konventionellen Antrieben ist hier die Energiequelle vom Treibstoff getrennt. Doch bei Flugzeiten von vielen Monaten, wie sie bei interplanetaren Missionen, wie etwa eine Reise zum Mars, üblich sind, ist der Ionenantrieb chemischen Antrieben überlegen.
Siehe auch unter Raketengleichung.
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Ionisierende Strahlung |
Es handelt sich dabei um Strahlung, die in der Lage ist, bei Atomen und Molekülen Elektronen herauszuschlagen. Meist synonym für radioaktive Strahlung, doch auch die Röntgenstrahlung beim Arzt ist ionisierend. |
Ionosphäre |
Bei der Ionosphäre handelt es sich um eine Region der Erdatmosphäre zwischen rund 80 und 400 km Höhe in der durch energiereiche Strahlung der Sonne ein wesentlicher Teil der Luftmoleküle ionisiert ist. |
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Jahr |
Als Jahr bezeichnen wir die Dauer eines Umlaufs der Erde um die Sonne, doch eine genauere Betrachtung macht mehrere Definitionen möglich, die alle parallel in Gebrauch sind.
Dauer: 365 Tage 5 Stunden 48 Minuten 45 Sekunden
Das siderische Jahr (von Fixstern zu Fixstern)
Dauer: 365 Tage 6 Stunden 9 Minuten 10 Sekunden
Das anomalistische Jahr (Von Perihel zu Perihel)
Dauer: 365 Tage 6 Stunden 13 Minuten 53 Sekunden
Das Finsternisjahr (Von Mondknoten zu Mondknoten)
Dauer: 346 Tage 14 Stunden 52 Minuten 54 Sekunden
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Jeansmasse und Jeanslänge |
Die minimale Masse die eine Gaswolke der Temperatur T (in K) und der Dichte d haben muss, ergibt sich aus dem Virialsatz und ergibt M = 2.1e19 x sqrt(T * T * T)/d. Dies wird die Jeans Masse der entsprechenden Wolke bezeichnet. Beispiel für T=20K und 5e-16 kg/m3 ergibt sich 35 Sonnenmassen. Bei extrem kalten Molekülwolken T=10 K reichen 0.4 Sonnenmassen bei gleicher Dichte. Die Wolke wäre dann 0.15 Lichtjahre gross. Den Durchmesser der die Jeans Masse umschliessenden Kugel nennt man die Jeanslänge. Dichteschwankungen unterhalb der Jeanslänge einer Molekülwolke sind instabil und lösen sich auf, wenn sie nicht durch äussere Kräfte (Magnetfelder, Strahlungsdruck) aufrecht erhalten werden. |
Jet |
Jet sind schmale Strömung energiereicher Materie, die von einem Stern, Galaxie oder Quasar ausgeht. Jets oder die von ihnen durcheinandergewirbelten Wolken interstellaren oder intergalaktischen Gases sind Quellen elektromagnetischer Strahlung verschiedenster Wellenlängen. |
Julianischer Kalender |
Der julianische Kalender wurde von Julius Cäsar 46 vor Christus eingeführt um den Römischen Kalender zu ersetzen. Er führte eine Jahreslänge von 365.25 Tagen ein. Dem viertel Tag wurde durch Einführung des Schaltjahres Rechnung getragen. Der julianische Kalender wurde 1582 durch den gregorianischen Kalender ersetzt.
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Julianisches Datum |
Eine am 1. Januar des Jahres 4713 vor Christus um 12 Uhr Weltzeit beginnende, fortlaufende Zählung der Tage. |
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Kallisto |
Ist der äußerste der vier Galileischen Jupitermonde ist mit 4848 km Durchmesser etwa so groß wie der Planet Merkur. Kallisto ist von einem Eispanzer umgeben, der schon vor 3 bis 4 Milliarden Jahren vollständig erstarrte, so dass seine Oberfläche wie die Mondhochländer oder Merkur von Kratern bis zur Sättigung überdeckt ist. Unter dem viele hundert km dicken Eis schließt sich ein Kern aus Gestein an. |
Keplergesetze |
Johannes Kepler (1571 - 1620) entdeckte mit Hilfe der Beobachtungen von Tycho Brahe als erster Mensch, dass sich die Planeten nicht auf kreisförmigen Bahnen um die Sonne bewegen, sondern auf Ellipsen. Seine drei Gesetze lauten:
1. Alle Planeten bewegen sich auf elliptischen Bahnen um die Sonne, wobei die Sonne in einem Brennpunkt der Ellipse steht.
2. Die Verbindungslinie zwischen Sonne und einem Planeten überstreicht in gleichen Zeiten gleiche Flächen (z.B. ist im Bild oben die rote Fläche gleich der blauen Fläche).
3. Das Quadrat der Umlaufzeit eines Planeten ist proportional zur dritten Potenz seiner mittleren Entfernung zur Sonne.
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Kilogramm |
Das Kilogramm ist die Masse des internationalen Kilogrammprototyp eines Zylinders von 39mm Durchmesser und 39mm Höhe, der in Paris aufbewahrt wird. |
Kleinplanet |
Der Begriff Kleinplanet wird häufig sinngleich wie Asteroid oder Planetoid verwendet. |
Knoten |
Genannt als einer der beiden Schnittpunkte der Himmelskugel mit der Schnittgeraden zwischen der Bahnebene eines Himmelskörpers und einer Referenzebene ( meistens die Ekliptik). Wenn die Referenzebene von der Bahn des Planeten von Süden nach Norden durchstoßen wird, spricht man vom aufsteigenden Knoten. Der andere Punkt heißt absteigender Knoten. |
Koma |
Die Koma eines Kometen ist eine Wolke aus Gas und Staub, die den Kometenkern umgibt. Sie bildet sich bei der Annäherung des Kometen an die Sonne schon jenseits der Jupiterlaufbahn. Der Durchmesser der Koma kann bei großen Kometen wie Hale-Bopp bis zu einer Million km betragen. |
Komet |
Ein paar km großer Brocken aus Staub, zusammengehalten durch gefrorene leichtflüchtige Stoffe wie Ammoniak, Kohlendioxid und Wasser, bildet den Kometenkern. Er kommt vom Rand des Sonnensystems und fällt Richtung Sonne. Bei der Annäherung an die Sonne sublimieren diese leichtflüchtigen Gase und setzen dabei auch den Staub frei (die Koma). Sie umgeben den Kern in einer vielen 100'000 km großen Blase. |
Kometenkern |
Als Kern eines Kometen bezeichnet man den festen, ein paar bis ein paar Dutzend km grossen Klumpen aus gefrorenen Gasen (Eis, Trockeneis, gefrorener Ammoniak,...) und Staub. |
Konstanten |
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wichtigsten Naturkonstanten der Astronomie. |
Kontaktlinsen-Okular |
Dieser Begriff entstammt der Szene der Amateurastronomie und meint ein kurzbrennweitiges Okular, welches einen so geringen Augenabstand besitzt, dass man praktisch die Hornhaut des Augapfels auf die Linse des Okulars pressen muss, um das gesamte Bildfeld überblicken zu können. |
Konvektion |
Bei der Konvektion handelt es sich um Übertragung von Wärme von einem Ort zum anderen durch Strömung erwärmter Flüssigkeiten oder Gase. |
Korona |
Die Korona ist der äusserste Teil der Sonnenatmosphäre. Sie hat eine geringe Dichte und sehr hohe (Millionen Grad) Temperatur. Die Korona ist die Quelle des Sonnenwindes. |
Koronale Kondensationen |
Koronale Kondensationen sind helle Knoten, die sich 50000 bis 100000 km über der Photosphäre bilden. Aus ihnen strömt Gas in dünnen Fäden in dünnen Schleiern in die Chromosphäre ab. |
Kosmos |
Philosophisch: Die Welt und ihre Naturgesetze als Gesamtheit. Etwas spezieller wird unter Kosmos auch das Weltall verstanden. Die Kosmologie ist die Lehre von der Entstehung sowohl Entwicklung des Weltalls. |
Kuiper-Gürtel |
Jenseits von Neptun befindet sich offenbar ein weiterer Asteroidengürtel. Pluto ist das bisher grösste bekannte Mitglied in diesem nach dem Astronomen Kuiper benannten Gürtel. Es sind bereits einige hundert Objekte bekannt. Manche sind fast so gross wie Pluto. |
Kulmination |
Ein Objekt überquert aufgrund der Rotation der Erde und seiner Eigenbewegung den Meridian des Beobachters. Genau gesagt ist Kulmination die Passage durch den Punkt mit der größten Höhe im Tagesverlauf im Gegensatz zum Transit, dem genauen Zeitpunkt der Meridianpassage. Der zeitliche Unterschied zwischen Transit und Kulmination kann für die Sonne einige Sekunden und für den Mond bis zu mehreren Minuten betragen.
Überquert es den Abschnitt des Meridians vom Himmelspol zum Südhorizont (Nordhalbkugel) so spricht man von oberer Kulmination sonst von unterer Kulmination. Findet die untere Kulmination über dem Horizont statt, so ist das Objekt für den Beobachter zirkumpolar.
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Leuchtkraftklasse |
Unterscheidung verschiedener Klassen von Sternen desselben Spektraltyps, aber verschiedener Leuchtkraft |
Libration |
Libration ist die Änderung der Orientierung der Mondoberfläche relativ zu einem irdischen Beobachter. Eigentlich ist der Mond gravitationsstabilisiert, er zeigt immer dieselbe Seite zur Erde. Da aber die Umlaufbewegung auf einer Ellipse um die Erde führt, geht der gleichmäßig um seine Achse rotierende Mond seiner weniger regelmäßigen Bewegung auf der Umlaufbahn etwas vor oder nach, so das der Mond für einen Beobachter auf der Erde im Laufe eines Monats etwas hin und her wackelt. Aufgrund dieses Effektes sind insgesamt 59% des Mondes von der Erde einsehbar. |
Lichtablenkung |
Der Winkel von welchen der Weg eines Photons ("Lichtstrahl") vom geraden Weg durch ein Gravitationsfeld abgelenkt wird. Ein tangential an der Sonne vorbeiziehender Lichtstrahl wird um 1.75 Bogensekunden abgelenkt. |
Lichtgeschwindigkeit |
Die Lichtgeschwindigkeit beträgt nach Definition exakt 299'792'458 m/s im Vakuum, d.h. 7.5 x um die Erde in einer Sekunde. |
Lichtjahr |
Das Lichtjahr ist die STRECKE, die das Licht im Vakuum in einem Jahr zurücklegt. Sie beträgt auf das siderische Jahr bezogen: 9'460'895'200'000 km oder 63'240 mal die Distanz Sonne - Erde. Die nächste Sonne, Proxima Centauri, ist 4.3 Lichtjahre von uns entfernt. |
Lichtlaufzeit |
Die Lichtlaufzeit wird als Zeit bezeichnet, die das Licht benötigt, um von einem Himmelskörper zur Erde zu gelangen. In dieser Zeit bewegt sich der Himmelskörper etwas weiter. Dadurch ergibt sich ein Unterschied in der geometrischen Position und dem zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich beobachteten Ort. |
Lichtverschmutzung |
Die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen wie Strassenlampen oder Fassadenbeleuchtungen. Nicht nur die beobachtenden Astronomen werden dadurch beeinträchtigt und gestört sondern auch die Vögel. |
Linsenformel |
Die Linsenformel sagt aus, das
1/(Brennweite) = 1/(Gegenstandsweite) + 1/(Bildweite)
ist. In der Astronomie ist die Gegenstandsweite unendlich, so daß das Bild einen Sterns die Distanz der Brennweite von der Linse (Refraktor) oder vom Spiegel (Spiegelteleskop nach Newton) hat.
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Lorentztransformation |
Die Lorentztransformation ist die richtige Art, Koordinaten zwischen zwei bewegten Bezugsystemen umzurechnen. |
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MESZ |
Abkürzung für Mitteleuropäische Sommerzeit. Sie ist unsere Zeit - also das was unsere Uhren anzeigen - in den Monaten April bis Oktober. Sie geht der Weltzeit GMT um zwei Stunden vor. Gegenüber der Winterzeit MEZ geht die MESZ um eine Stunde vor. |
MEZ |
Abkürzung für Mitteleuropäische Zeit. Sie ist unsere Zeit - also das was unsere Uhren anzeigen - in den Monaten November bis März. Sie geht der Weltzeit GMT um eine Stunde vor. |
Magnetfeld |
Das Magnetfeld unseres Planeten ist in guter Näherung das eines Stabmagneten. Die magnetischen Pole sind jedoch nicht identisch mit den geographischen Polen der Erde. Eine Kompassnadel zeigt deshalb nicht exakt gegen Norden.
Die Feldstärke am Boden in Mitteleuropa beträgt etwa 22 Mikrotesla. Durch die Ablenkung von geladenen Teilchen aus dem Weltraum zu den Magnetpolen hin entstehen die Polarlichter. Neben der Erde haben auch andere Planeten ein deutliches Magnetfeld: Merkur, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.
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Magnetosphäre |
Als Magnetosphäre bezeichnen wir den Weltraum um einen Planeten, in dem die physikalischen Vorgänge durch die Wirkung des planetaren Magnetfelds auf die meist aus dem Sonnenwind stammenden Elektronen und Protonen bestimmt wird. Siehe auch unter magnetischer Schweif. |
Mars |
Der rote Planet ist etwa halb so gross wie die Erde. Manchmal verhüllt er sich in (Staub-) Wolken. Eine Taglänge von 24.6 Stunden verstärkt den erdähnlichen Eindruck noch mehr. Doch die immer weit unter dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen, die mit einem Bodendruck von nur wenigen Millibar sehr dünne Atmosphäre und die Seltenheit von flüssigen Wasser, machen Mars zu einem ungastlichen Ort. Alte Flusstäler, riesige Überschwemmungsgebiete, gigantische Schichtvulkane und tiefe Schluchten zeugen von einer bewegten Vergangenheit, bei der auch fliessendes Wasser eine Rolle gespielt hat. Die Frage, ob es auf Mars einmal Leben gab oder sogar noch gibt, ist Gegenstand aktueller
Forschung.
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Masse-Leuchtkraft-Beziehung |
Für den Hauptreihenstern im Gleichgewicht gilt in grober Näherung, dass seine Leuchtkraft proportional zur dritten Potenz seiner Masse ist. |
Meridian |
Ein Grosskreis entweder durch die Pole der Erde oder der Himmelskugel wird Meridian genannt. |
Merkur |
Der der Sonne am nächsten gelegene Planet ist eine luftleere, mit Kratern bedeckte Einöde wie der Mond. Bemerkenswert ist jedoch, dass Merkur ein Magnetfeld aufweist. Merkur kann nur unter besonders günstigen Bedingungen während wenigen Wochen im Jahr ohne besonderen Aufwand beobachtet werden. Er steht dann entweder am Abendhimmel in westlicher oder am Morgenhimmel in östlicher Richtung als heller Stern nur wenig über dem Horizont. |
Meteor |
Ein Meteor ist die beim Einfall aus dem Weltraum und anschliessendem Verglühen eines Meteoroid (Steinchens, Eisenstücks oder dergleichen) auftretende Leuchterscheinung (= Sternschnuppe). Mehr zu Sternschnuppen auf unseren Meteorseiten |
Meteoroid |
Ein Meteoroid ist ein kosmischer Kleinstkörper mit einem Durchmesser zwischen einigen Metern und weniger als 0.1 mm, der die Sonne umläuft. |
Mira-Sterne |
Die nach Mira benannten pulsierend veränderlichen Sterne sind rote Riesen, die ihre Leuchtkraft mit einer Periode von ca. 100 bis 1000 Tagen um einen Faktor 10 - 200 ändern können. Mira selbst ändert im Laufe von 11 Monaten ihre scheinbare Helligkeit von ca. 3.-4. Größe (von bloßem Auge gut zu sehen) nach 9.Grösse (Amateurteleskop notwendig) und wieder zurück. |
Mondphasen |
Aufgrund der dauernd ändernden relativen Lage zwischen Sonne, Mond und Erde ist die uns zugewandte Mondseite einmal mehr und dann wieder weniger vom Sonnenlicht beleuchtet. |
Mondzeichen |
Die Position des Mondes innerhalb eines 30° messenden Abschnitts im Tierkreis. Neben dem Tierkreiszeichen wird der Winkel seit Eintritt in das Zeichen angegeben. Der Mond steht dabei nicht im gleichnamigen Sternbild. Mondzeichen ist ein astrologischer Begriff. |
Montierung |
Als Montierung wird das Gestell oder Stativ bezeichnet, auf das ein Fernrohr gesetzt wird. Man unterscheidet zwischen azimutaler Montierung und parallaktischer Montierung. Beim ersten Typ kann das Fernrohr horizontal nach links und rechts und lotrecht rauf und runter bewegt werden. Die Fernrohre auf Aussichtspunkten sind so aufgestellt. |
Morgenstern |
Der Morgenstern ist die Venus. Sie steht westlich der Sonne und geht deshalb am fruehen Morgen vor der Sonne auf. Man sieht den Planetenals sehr auffaelliges Objekt in oestlicher Richtung. Siehe auch Abendstern. |
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Neptun |
Neptun ist der Äußerste der vier Gasplaneten. Er besitzt einen relativ grossen Mond namens Triton neben weiteren kleineren Monden. Seit die Raumsonde Voyager II 1989 Neptun besucht hat, wissen wir, dass auch Neptun ein wenn auch unauffälliges System aus Ringen besitzt. Um Neptun zu sehen, braucht man ein mindestens kleines Teleskop oder einen guten, auf ein Stativ montierten Feldstecher. Erst in mittelgrossen Amateurteleskopen lässt sich Neptun deutlich von den punktförmigen Sternen unterscheiden. Dann zeigt sich ein kleines bläulich-grünliches Scheibchen, das aber keine Oberflächenstrukturen wie beispielsweise Wolken erkennen lässt.
Neptun wurde im Jahr 1846 von Johann Gotfried Galle und Urbain Jean Joseph Le Verrier entdeckt. Le Verrier hatte seine Position aufgrund beobachteter Störungen der Uranusbahn vorausberechnet, Galle hat den "störenden" Planeten Neptun dann auf Anhieb in der Nähe der vorhergesagten Position gefunden.
Siehe auch unter Sonnensystem.
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Neutron |
Neutronen sind schwere, elektrisch neutrale Teilchen im Kern der Atome. Sie haben Spin 0.5 und ein magnetisches Moment. Durch die Kernkraft verhindert die Anwesenheit von Neutronen, dass der Kern durch die Abstossung der Protonen untereinander zerbricht. Ein freies Neutron zerfällt mit einer Halbwertszeit von 10.6 Minuten. Dabei entsteht ein Proton, ein Elektron und ein Anti neutrino sowie 0.78 M eV Energie. |
Neutronenstern |
Ein Neutronenstern ist ein Objekt mit mehr als der Masse der Sonne aber nur ca. 30 km im Durchmesser. Die dabei erreichten Dichten liegen bei mehreren 100 Billarden kg/m3. Sie ist vergleichbar mit der Dichte, wie sie in Atomkernen herrscht. Die Fluchtgeschwindigkeit an der Oberfläche des Neutronensterns erreicht die halbe Lichtgeschwindigkeit. Bei einem Neutronenstern von etwa der Sonnenmasse und einem Radius von 16 km zeigt sich folgender Aufbau:
- 15 - 16 km: Die oberste Schicht besteht aus entarteter Materie wie beim Weissen Zwerg mit einem Anstieg der Dichten von 10 Mio bis 400 Billionen kg/m3. Sie besteht oben aus Eisenkernen, weiter unten auch aus neutronenreichern Kernen (z.B. Gold, Blei, Uran..).
- 11 - 15 km: Innere Kruste, die neutronenreichen Kerne lösen sich auf und es treten vermehrt freie Neutronen auf, die im sie umgebenden relativistisch entarteten Elektronengas nicht zerfallen können.
- In 11 km Distanz vom Mittelpunkt bei einer Dichte von 200 Billarden kg/m3 wird der Zustand einer stark inkompressiblen Neutronenflüssigkeit mit einer kleinen Beimengung von Protonen und Elektronen erreicht.
- Gegen das Zentrum hin erreicht die Dichte 400 Billiarden kg/m3. Möglicherweise lösen sich die Neutronen auf und es kommen subnukleare Teilchen wie Quarks frei vor.
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Nordlicht |
In hohen nördlichen Breiten sieht man oft diffuse, farbig leuchtende Erscheinungen am Nachthimmel. Die gleiche Erscheinung gibt es in der Nähe des Südpols, deshalb verwendet man besser den Begriff Polarlicht anstelle von Nordlicht. |
Nukleare Zeitskala |
Die nukleare Zeitskala ist ein Begriff aus der Physik der Sterne. Sie ist die maximal gewinnbare Kernenergie geteilt durch die Leuchtkraft des Sterns. Die maximal gewinnbare Kernenergie kann abgeschätzt werden, indem man 10% der Sternmasse mal die bei der Kernfusion frei werdende Energie pro Kilogramm rechnet. Allgemein kann man die Verweilzeit einer Sonne auf der Hauptreihe des HRD abschätzen, indem man 6 Mia. Jahre durch das Quadrat des Verhältnisses Sternmasse zu Sonnenmasse teilt. Beispiel: Ein doppelt so schwerer Stern wie die Sonne bleibt nur 1.5 Mia. Jahre lang auf der Hauptreihe. |
Nutation |
Die Nutation ist eine der Präzession überlagerte wellenartige Taumelbewegung der Erdachse. Sie hat eine Periode von 18.6 Jahren und lässt den Himmelspol nur um wenige Bogensekunden schwanken. So ist sie von weit geringerer Bedeutung als die Präzession. |
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Objektivprisma |
Zur Gewinnung von Sternspektren mit Amateurinstrumenten werden manchmal Prismen aus Glas vor das Objektiv montiert. Aufgrund der Dispersion des Glases wird der Stern nicht mehr als ein Punkt auf der Film- bzw. CCD-Ebene sondern als ein regenbogenartiger Strich abgebildet, der die wichtigsten Absorptionslinien in Sternspektren oder die Emissionslinien eines planetarischen Nebels zeigt. |
Offene Sternhaufen |
Nachdem eine grosse interstellare Molekül- und Staubwolke von gegen 10-100 Lichtjahren Ausdehnung zu Sternen kondensiert ist, bleibt als Ergebnis dieser Sternentstehung eine unregelmässige Ansammlung von Sternen, die als offener Sternhaufen bezeichnet wird. |
Öffnungsverhältnis |
Das Öffnungsverhältnis berechnet sich zu Teleskopbrennweite geteilt durch Objektivdurchmesser. |
Oortsche Kometenwolke |
Als Oortsche Kometenwolke bezeichnen wir die Wolke aus Kometenkernen verstanden, die das Sonnensystem umgibt. Sie hat einen inneren Radius von etwa 30'000 AE und einen äusseren Radius von 100'000 AE. Die Anzahl ein paar km grosser Kometenkerne mag 100 Milliarden weit übertreffen. |
Orbit |
= Bahn. Der Weg eines Himmelskörpers im Raum. Dominiert die Schwerkraft eines großen Körpers in der Nachbarschaft, so kann die Bahn in der klassischen Physik nach Kepler und Newton durch Kegelschnitte (Kreis, Ellipse, Parabel und Hyperbel) beschrieben werden. |
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Parallaxe |
Hierbei handelt es sich um die scheinbare Ortsveränderung eines Gegenstandes gegenüber einem weit entfernten Hintergrund bei einer wirklichen Ortsveränderung des Beobachters (z. B. Sprung des Daumens, wenn man die Augen abwechslungsweise zukneifft). Die jährliche Bewegung der Erde ist eine so grosse Positionsänderung, dass selbst die Sterne eine messbare Parallaxe zeigen. Dies ist nach wie vor die zuverlässigste, weil direkteste Methode der Entfernungsbestimmung von Sternen. |
Parsec |
(Parallaxensekunde) Die Distanz in der ein Stern eine Parallaxe von 1" hat, heisst parsec (Parallaxensekunde). Sie entspricht 3.2616 Lichtjahren oder 30.86 Billionen km. |
Penumbra |
Gebiet des Halbschattens, das bei Beleuchtung mit einer Lichtquelle endlicher Grösse um den Kernschatten entsteht, heisst Penumbra. Bei einer Sonnenfinsternis sieht ein Beobachter im Halbschatten eine partielle Sonnenfinsternis. |
Perihel |
Nennt man den sonnennächsten Punkt einer Bahn eines Himmelskörpers um die Sonne. |
Phase |
Phase wird das Verhältnis der beleuchteten Fläche zur unbeleuchteten Fläche eines als Kreis angenommenen scheinbaren Scheibchens eines Planeten (oder des Mondes) genannt. |
Phasenwinkel |
Betrachtet man das Dreieck Beobachter-Lichtquelle-Objekt, so ist der Phasenwinkel der Winkel in der Ecke dieses Dreiecks, wo sich das Objekt befindet. Der Winkel in der Ecke des Beobachters heißt Elongation. |
Phobos |
Phobos ist der innere der beiden Marsmonde. Er ist ein asteroidenartiger Felsbrocken von 27x22x19 km Ausdehnung. Er umkreist Mars mit einem Bahnradius von 9380 km einmal in 7 Stunden und 39 Minuten. Mit einer Oppositionshelligkeit von 11m7 könnte er durchaus von besser ausgerüsteten Amateurastronomen gesehen werden. |
Photon |
Jede elektromagnetische Strahlung, also auch das Licht, breitet sich nicht kontinuierlich, sondern in Form von Energiequanten, den sogenannten Photonen aus. Die Energie eines Photons hängt von seiner Frequenz f ab. |
Photosphäre |
Die Photosphäre ist die hell leuchtende, 5770 Grad K heisse, nur wenige hundert km dicke Schicht der Sonne, die fast alles sichtbare Licht der Sonne ausstrahlt. Diese Gasschicht wird auch als Oberfläche der Sonne bezeichnet. |
Plage |
Ist ein helles Gebiet der Chromosphäre der Sonne in Aktivitätsgebieten ( Sonnenfleckengruppen), das den Fackeln der Photosphäre entspricht. |
Planet |
In der Antike war mit Planet ein wandernder, d.h. im Laufe der Tage merklich seine Position zu den Fixsternen ändernder Stern gemeint. Damals waren Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter und Saturn bekannt. Genau genommen müsste man nach der antiken Definition auch die Sonne und der Mond mitzählen. |
Planetarischer Nebel |
Dieser Begriff ist historisch entstanden, da viele kleinere planetarische Nebel im Fernrohr dem Anblick eines fahl leuchtenden Planetenscheibchens etwas gleichen. Deshalb hat der Begriff nichts mit Planeten zu tun.
Planetenentstehung
Das Planetensystem entstand vor 4.55 Milliarden Jahren aus einer Gas und Staubscheibe, die die noch sehr junge Sonne umgab.
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Planetoid |
Planetoid wird häufig sinngleich wie Asteroid oder Kleinplanet verwendet. |
Pluto |
Ein sogenannter Zwergplanet (kein Planet mehr, siehe Stichwort Planet). Ein etwas mehr als 2000 km grosser, Pluto genannter und ein etwas kleinerer gut 1000 km grosser, auf den Namen Charon hörender Körper umkreisen einander in etwa 20'000 km Distanz einmal in sechs Tagen. |
Polarlicht |
Eine Leuchterscheinung in den äusseren Schichten der Erdatmosphäre, die in Höhen von 100 bis 300 Kilometer auftritt. Ein Polarlicht ensteht, wenn geladene, von der Sonne kommende Telichen auf die Atmosphäre treffen. Da die Teilchen, Elektronen und Protonen, geladen sind, werden sie vom Magnetfeld der Erde erfasst und zu den Magnetpolen gelenkt. |
Polarstern |
Hiermit ist der Stern Alpha-UMi gemeint. Er steht in unserem Zeitalter zufällig nahe am Himmelsnordpol. Er ist aber keinesfalls mit diesem gedachten Koordinatenpunkt an der Himmelskugel gleichzusetzen. |
Proton |
Das Proton ist ein schweres Kernteilchen, das den Kern des (leichten) Wasserstoffatoms darstellt. Es besitzt eine Einheit positiver Elementarladung und Spin 0.5. Mit dem Neutron zusammen baut es die Atomkerne aller Elemente auf. Die Anzahl Protonen in einem Atomkern bestimmt dessen Elementzugehörigkeit. Das Proton ist nicht elementar, es ist selbst aus drei Quarks aufgebaut. |
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Quadratur |
In der beobachtenden Astronomie oder der Astrologie spricht man von Quadratur, wenn zwei Gestirne für einen Beobachter zueinander die Winkeldistanz 90 Grad haben. Geometrisch gesagt bilden Beobachter und die beiden Himmelsobjekte ein rechtwinkliges Dreieck mit dem rechten Winkel in der Ecke des Beobachters. In der Astronomie wird der Ausdruck nur dann gebraucht, wenn das eine Objekt die Sonne ist. Beim Mond ist bei der Quadratur (zur Sonne) in etwa Halbmond. Bei den außerhalb der Erdbahn um die Sonne laufenden Planeten hat die Quadratur die Bedeutung, daß der Planet etwa um Mitternacht aufgeht (vor der Opposition) bzw. um Mitternacht untergeht (nach der Opposition). |
Quasar |
Kürzel für ein Quasi-Stellares-Objekt. Es handelt sich dabei um eine Galaxie mit sehr leuchtkäftigem Kern. Nur der Sturz von Materie in ein schwarzes Loch kann die bei Quasaren beobachtete Leuchtkraft erklären. |
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RR-Lyrae |
Ist der Prototyp einer Klasse von pulsierend veränderlichen Sternen. RR Lyrae Sterne zeigen ein periodischen Leuchtkraftwechsel von ca. einem Faktor 2 bis 3 mit einer Periode von Stunden bis einem Tag. Hierbei handelt es sich dabei um Sterne des Spektraltyps A seltener F. |
RV-Tauri-Sterne |
Die nach RV-Tauri benannten Sterne sind pulsierende Veränderliche, deren Lichtkurven einen regelmässigen Wechsel von flachen und tiefen Minima aufweisen. Die Periode liegt im Bereich weniger Monate. Es handelt sich um Überriesen der Spektraltypen G5 bis K5. |
Radialgeschwindigkeit |
Radialgeschwindigkeit genannt beschreibt die Änderung der Distanz eines Objekts mit der Zeit. |
Reflexionsnebel |
Interstellarer Staub kann das Licht naher, heller Sterne streuen. Beispielsweise gibt es in den Pleyaden noch Reststaub, der im Licht der hellen, jungen Sterne scheint. |
Refraktion |
In der Astronomie wird dabei die Krümmung des Lichtstrahls beim Durchgang durch die gegen den Boden immer dichter werdende Atmosphäre verstanden. Deshalb ist die beobachtete Horizonthöhe eines Gestirns größer als die geometrische Höhe. |
Reionisierungsphase |
Nach ein paar 100'000 Jahren nach dem Urknall war das Weltall kalt genug, dass neutraler, atomarer Wasserstoff existieren konnte. Deshalb wurde das Weltall für Licht im sichtbaren Teil des Spektrums durchsichtig. Als die ersten Quasare entstanden, ionisierte deren UV-Strahlung das Wasserstoffgas in ihrer Umgebung erneut. Dies wird nun mit Reionisierung bezeichnet. |
Rektaszension |
Die Rektaszension ist eine der Koordinaten um den Ort von Gestirnen am Sternenhimmel zu bezeichnen. Sie ist der Winkel zwischen Frühlingspunkt und dem Punkt, wo der Meridian durch einen Himmelskörper den Himmelsäquator schneidet. Sie wird ostwärts entlang dem Himmelsäquator in Stunden, Minuten und Sekunden gemessen, wobei 24 Stunden 360° entsprechen. In der Geographie entspricht ihr die geographische Länge. |
Retrograde Bewegung |
Bei der Umlaufbewegung im Sonnensystem spricht man von einer retrograden Bewegung, wenn sich der Körper im Uhrzeigersinn um die Sonne oder einen Planeten bewegt. Bei der scheinbaren geozentrisch gesehenen Bewegung der Planeten spricht man von retrograder Bewegung, wenn sie sich relativ zu den Sternen von Osten nach Westen bewegt. |
Rotverschiebung |
Diese kosmische Rotverschiebung ist ein Effekt der Expansion (dauerndes grösser werden) des Weltalls. Das Spektrum ferner Galaxien ist wie beim Dopplereffekt einer sich von uns entfernenden Quelle zu langen (roten) Wellenlängen hin verschoben. Es wird der Galaxie oft eine dem Dopplereffekt entsprechende Fluchtgeschwindigkeit zugeordnet. Doch streng genommen ist die kosmische Rotverschiebung kein Dopplereffekt, da die Wellenlängen durch die kontinuierliche Raumausdehnung gespreizt wurden. |
Rückläufigkeit |
Ein Planet ist rückläufig, wenn er sich scheinbar auf der geozentrischen Himmelskugel relativ zu den Sternen von Osten nach Westen bewegt. |
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SETI |
Steht für die Suche nach ausserirdischer Intelligenz (Search for Extraterrestial Intelligence). Mit hoch leistungsfähigen Teleskopen und Methoden wird unsere Galaxie und auch andere Bereiche des uns zugänglichen Universums nach Zeichen von intelligentem Leben durchsucht. |
Saturn |
Der Saturn ist der Äusserste der schon seit der Antike bekannten Planeten. Besonders berühmt ist er für seine Ringe, die aus schneeballgrossen bis hausgrossen Brocken bestehen. Wie der Jupiter ist er ein aus Wasserstoff und Helium bestehender Riesenplanet. Er hat keine feste Oberfläche. Unter den Wolken steigt Druck und Temperatur immer weiter an, bis denn schließlich der Wasserstoff metallisch flüssig wird. Unter seinen sehr zahlreichen Monden (heute sind 60 bekannt) ist Titan die bemerkenswerteste Welt. Seine Stickstoffatmosphäre zeigt einen Bodendruck, der 1.5 mal so gross ist, wie der der Erde. |
Schmetterlingsdiagramm |
Nennt man die Darstellung der Verteilung der Sonnenflecken nach heliographischer Breite in Abhängigkeit von der Zeit ergibt ein sogenanntes Schmetterlingsdiagramm. |
Schwarzer Körper |
Nicht verwechseln mit dem Schwarzen Loch. Es handelt sich dabei um eine idealisierte Vorstellung der Physik. En schwarzer Körper stellt ein Körper da, der alle einfallende Strahlung absorbiert und nichts reflektiert. Er strahlt dann ein Strahlungsspektrum nach dem Gesetz von Planck ab. |
Schwarzes Loch |
Im letzten Jahrhundert wurde bemerkt, dass sehr dichte Körper eine Fluchtgeschwindigkeit haben könnten, die die Lichtgeschwindigkeit übersteigt. Da deshalb das Licht nicht entkommen kann, erscheint dieser Himmelskörper wie ein schwarzes Loch im Weltraum.Die moderne Wissenschaft zeigt, dass die schwarzen Löcher noch ungewöhnlicher sind als es die einfache Überlegung mit der Fluchtgeschwindigkeit vermuten lässt und dass es sie tatsächlich gibt. |
Schwarzschildeffekt |
Mit diesem Effekt wird eine für die Astrofotografie leider unangenehme Eigenschaft der fotografischen Filme beschrieben. Danach nimmt die Filmempfindlichkeit während der Belichtung exponentiell ab. Nur ganz spezielle mit Wasserstoffgas behandelte, sogenannt hypersensibilisierte Filme verlieren selbst bei stundenlanger Belichtung nicht oder kaum an Empfindlichkeit. |
Selenozentrisch |
Selenozentrisch bedeutet auf den Mondmittelpunkt bezogen. |
Soltitien |
= Sonnenwende. Speziell sind die Punkte der Ekliptik mit der geringsten und der grössten Deklination gemeint. |
Sonnensystem |
Das aus der Sonne, den neun Planeten und ihren Monden, den Kometen, Asteroiden und Meteoroiden bestehende System. |
Sonnenwind |
Man versteht darunter einen permanent von der Sonne ausgehenden Teilchenstrom, der überwiegend aus Elektronen und Protonen besteht. |
Spektralklassifikation |
Man versteht unter Spektralklassifikation die Unterscheidung verschiedener Sterntypen nach den Eigenschaften ihres Spektrums |
Spektrograph |
Ein Spektrograph ist ein Instrument zur Aufzeichnung der in einer zeitlich variablen Grösse (Geräusche, elektromagnetisches Feld) enthalten Frequenzen. |
Spektrum |
Der Regenbogen ist ein Spektrum des sichtbaren Lichts. Dabei wird die Intensität in Abhängigkeit der Farbe (= Wellenlänge oder Frequenz) gemessen.
Physikalisch korrekt für Licht: Ein Spektrum der elektromagnetischen Strahlung ist ihr Fluss ("Leistungsdichte") gemessen in Watt pro m2 pro Hertz als Funktion der Frequenz oder Wellenlänge. Im Falle des nach Wellenlängen aufgezeichneten Spektrums hat der Fluss die Einheit Watt/m2/m.
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Stern |
In der Alltagssprache werden alle natürlichen von blossem Auge punktförmig erscheinenden Lichtquellen am Himmel als Sterne bezeichnet. Doch ist der Begriff Stern in der Astronomie für fremde Sonnen reserviert. Damit ist auch eine der wichtigsten Erkenntnisse der modernen Astronomie gesagt, nämlich dass fast alle diese Lichter am Nachthimmel weit entfernte Sonnen sind. |
Sternära |
Genannt der Lebensabschnitt des Weltalls von dem Ende der Photonenära bis heute. Nur die Sternära ist der Photonen beobachtenden Astronomie (von Gammastrahlen bis Radiowellen) zugänglich. |
Sternbild |
Eine mehr oder weniger willkürlich zusammengefaßte Gruppe hellerer Sterne, die aber nichts weiter physikalisch miteinander zu tun haben als daß sie von uns aus gesehen in der selben Richtung zu sehen sind. |
Sternzeit |
Die Sternzeit ist die auf den momentanen Frühlingspunkt und Äquator bezogene Rektaszension des Zenitpunktes. |
Strahlungsausbrüche |
Es handelt sich dabei um ein Phänomen der solaren Radiostrahlung. Dabei steigt der Strahlungsfluss im ganzen Radiofenster plötzlich steil an, jedoch mit unterschiedlichen Stärken bei unterschiedlichen Wellenlängen. |
Stroemgrenradius |
Nennen wir das kugelförmige Volumen, in welchem ein Stern den Wasserstoff zu ionisieren vermag, nennt man das Strömgrenvolumen. Der Radius dieser Kugel wird Strömgrenradius genannt. Er hängt im wesentlichen von der Dichte des Wasserstoffs, der Temperatur und der Leuchtkraft des Sterns ab. Da nur Photonen im UV mit Wellenlängen kürzer als 92 nm den Wasserstoff zu ionisieren vermögen, muss der Stern sehr heiss (>20'000 K) sein, damit ein nennenswerter Teil seiner Energie im mittleren und fernen UV abgestrahlt wird. Ein O5 Stern mit 48'000 K Oberflächentemperatur kann über 300 Lichtjahre um sich herum ionisieren, im Bereich der B5-Sterne (20'000 K) sinkt der Strömgrenradius unter ein Lichtjahr. Noch kühlere Sterne haben kaum noch ionisierenden Einfluss auf den Wasserstoff ihrer Umgebung. |
Stundenkreis |
Ein Großkreis auf der Himmelskugel durch die Himmelspole. |
Stundenwinkel |
Der Stundenwinkel eines Sternes ist die Differenz zwischen der Sternzeit und der auf den momentanen Frühlingspunkt und Äquator bezogenen Rektaszension eines Sternes. |
Supernova |
Eine Supernova ist die Explosion eines Sterns. Dabei kann dieser Stern für ein paar Tage bis Wochen die Gesamthelligkeit seiner Galaxie übertreffen. |
Synodischer Monat |
Im Mittel vergehen 29 Tage 12 Stunden 44 Minuten und 3 Sekunden von einem Neumond bis zur nächsten. |
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T-Assoziation |
Ist eine Gruppe von 10 - 400 T-Tauri Sternen Sie treten immer in Zusammenhang mit Sternenstehungsgebieten auf. |
T-Tauri-Stern |
Ein sehr junger Stern, welcher sich durch heftige Materie-Auswürfe bemerkbar macht. |
Tag |
Ein Tag ist ein Zeitintervall von 86400 SI Sekunden (Atomsekunden). Diese Definition ist losgelöst von der Rotation der Erde. |
Tagbogen |
Der Tagbogen ist die offensichtliche Bahn eines Gestirns vom Aufgangspunkt bis zum Untergangspunkt. |
Tagundnachtgleiche |
Sobald Sonne senkrecht über dem Äquator steht, dauern Tag und Nacht (fast) gleich lang. Dies ist zu Frühlingsanfang (21.3.)und Herbstanfang (ca. 21.9.) der Fall. |
Teilchenstrahlung |
Die Beobachtung von anderen Teilchen als den Photonen (Licht) gibt weitere Informationen über den gegenwärtigen Zustand astronomischer Objekte. Von der Sonne empfangen wir den Sonnenwind und die Neutrinos, die direkten Einblick in die Kernfusion im Inneren der Sonne gestatten. Aus den tiefen des Weltraums erreicht uns die kosmische Strahlung. Das ist ein relativistisch schneller Strom aus Atomkernen, Elektronen und Positronen. Natürlich sind auch Neutrinos dabei, deren Beobachtung, abgesehen von denen die von der Sonne kommen, aber nur einmal, nämlich bei der Supernova 1987A gelang. |
Tektite |
Tektite sind kleine Glaskörper, die bei Meteoriteneinschlägen entstehen können. |
Terminator |
Der Terminator ist die Grenze zwischen der sonnenbeleuchteten und der dunklen Seite eines Planeten oder Mondes. Er ist also die Grenze zwischen Tag und Nacht. |
Terrestrische Linien |
Terrestrische Linien sind oft Absorptionslinien im Spektrum eines Himmelskörpers, die dem Spektrum durch die Erdatmosphäre aufgeprägt werden. So ist es schwierig, vom Erdboden aus Wasserdampf in den Atmosphären der Planeten zu finden, da das Wasserdampfspektrum der Erdatmosphäre immer mit gemessen wird. |
Thermische Strahlung |
Die abgestrahlte Leistung kann nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz berechnet werden, die Wellenlänge des Maximums der glockenartigen breiten Verteilung ergibt sich aus dem Wienschen Verschiebungsgesetz. Die spektrale Verteilung wird durch das Plancksche Strahlungsgesetz beschrieben, das den historischen Einstieg in die Quantenmechanik darstellte. |
Tierkreis |
Der Tierkreis (auch Zodiacus genannt) ist ein Streifen von ca. 8° Breite zu beiden Seiten der Ekliptik, in dem sich die Sonne, der Mond und die Planeten (ausser Pluto) aufhalten. Der Tierkreis ist in zwölf gleich grosse Abschnitte unterteilt, die nach zwölf Sternbildern benannt sind. |
Titan |
Titan genannt ist der grösste Saturnmond und der zweitgrösste Mond im Sonnensystem. Mit 5150 km im Durchmesser übertrifft er die Planeten Merkur und Pluto. |
Transit |
In der Astronomie spricht man von einem Transit, wenn Merkur oder Venus als schwarzer Punkt vor der Sonnenscheibe steht. |
Transpluto |
Hypothetische Planeten, die längere Umlaufzeiten um die Sonne haben als Pluto. Ein Planet größer als Pluto ist sehr unwahrscheinlich, da insbesondere die Vermessung der Bahnen der Raumsonden Pioneer und Voyager keine Gravitationsstörungen eines unbekannten, großen Körpers aufweisen. |
Tropischer Monat |
Der tropische Monat bezeichnet man die Zeitspanne, die der Mond auf seiner Wanderung um den Zodiakus braucht, um von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt zu gelangen . Da der Frühlingspunkt sich rückwärz entlang der Ekliptik bewegt, kommt er der Sonne etwas entgegen. Deshalb dauert der tropische Monat nur 27 Tage 7 Stunden 43 Minuten und 5 Sekunden und somit etwas weniger lang als der siderische Monat. |
Tropisches Jahr |
Das tropische Jahr ist geozentrisch betrachtet die Zeitspanne, die die Sonne auf ihrer Wanderung um den Zodiakus braucht, um von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt zu gelangen . Da der Frühlingspunkt sich rückwärts entlang der Ekliptik bewegt, kommt er der Sonne etwas entgegen. Deshalb dauert das tropische Jahr dauert 365 Tage 5 Stunden 48 Minuten und 45 Sekunden und somit etwas weniger lang als das siderische Jahr. |
Tropopause |
Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre |
Troposphäre |
Die unterste Schicht der Erdatmosphäre bis in ungefähr 15 km Höhe nennen wir Troposphäre. In ihr nimmt die Temperatur mit der Höhe ab, wenn auch nicht immer monoton. In ihr spielt sich das Wetter ab. |
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UBV-System |
Das Verhältnis der Helligkeit zweier Sterne zueinander variiert in der Regel mit der Farbe. Schon von bloßen Auge kann man erkennen, dass manche Sterne leicht rötlich sind, während andere bläulich leuchten. Um diesen Sachverhalt quantitativ zu erfassen wurde das UBV-System eingeführt. |
Überriese |
Massereicher, leuchtkräftigeriger und kurzlebiger Stern. |
Ultraviolettastronomie |
Die Ultraviolettastronomie beobachtet das aus dem Weltall kommende Licht im Wellenlängenbereich von 10 nm bis 400 nm. Der meiste Teil wird durch die Erdatmosphäre geschluckt. Zwischen 30 nm und 92 nm wird die Beobachtung durch interplanetaren und interstellaren Wasserstoff weiter eingeschränkt. |
Umbra |
Kernschatten. Bereich eines Schattens, wo die Lichtquelle vollständig verdeckt erscheint. |
Unterriesen |
Zwischen dem Bereich der Riesen und der Hauptreihensterne gibt es ein paar wenige Sonnen. Sie werden als Unterriesen bezeichnet. |
Uranus |
Planet Uranus wurde nachweislich bereits 1690 beobachtet, jedoch für einen Fixstern gehalten. Wilhelm Herschel fand 1781 den neuen Planeten, der außerhalb der Saturnbahn die Sonne umkreist. Uranus hat ein erst 1978 entdecktes Ringsystem. Wie auch Jupiter, Saturn und Neptun besitzt Uranus keine feste Oberfläche. Eine hohe Wolkenschicht lässt Uranus graugrünlich ohne jegliche Details erscheinen. Die vielen Monde sind Welten aus Eis mit vielen Kratern und Rissen. |
Urknall |
Umso weiter Galaxien von uns entfernt sind, desto schneller bewegen sie sich sich von uns weg. Diese Tatsache lässt auf einen sehr kompakten, heissen Zustand des Weltalls vor endlicher Zeit schliessen. Dieser Befund wird durch die Beobachtung der 3K Hintergrundstrahlung gestützt. In etwa 13.7 Mia. Lichtjahren Entfernung, was gleichbedeutend ist mit 13.7 Mia. Jahre in der Vergangenheit, sehen wir im Bereich der mm und sub-mm Wellen den Urknall. Dies nennt man den kosmischen Mikrowellenhintergrund. Sehr kleine aber deutliche Richtungsabhängige Intensitässchwankungen erlauben es, das Weltalter und andere Parameter genau zu bestimmen. Die Distanzbestimmung mit Hilfe von Supernovaexplosionen in sehr fernen Galaxien stützen den Urknall und deuten sogar auf eine in unserer Zeit immer schnellere Expansion des Weltalls hin. |
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Venus |
Die Venus umkreist die Sonne zwischen Merkur und Erde. Venus ist fast so gross wie unsere Heimatwelt. Nach dem Verschwinden ihrer Urozeane, falls diese überhaupt je existiert haben, gab es keine Senke mehr für das von den Vulkanen freigesetzte Kohlendioxyd CO2. Die inzwischen auf 90 Bar Bodendruck angewachsene CO2 Atmosphäre hält die Temperatur an der Venusoberfläche auf etwa 500 Grad. Eine dicke Wolkenschicht in 50 bis 70 km Höhe verhindert jeden Blick auf die Oberfläche. |
Veränderlicher |
Ein Stern, der seine Helligkeit periodisch oder aperiodisch verändert, heißt veränderlicher Stern. |
Vertikalkreise |
Alle Grosskreise der Himmelskugel um den Beobachter, die durch Zenit und Nadir laufen, heissen Vertikalkreise. Sie schneiden den Horizont senkrecht. |
Virialsatz |
Der Virialsatz besagt, dass im Gleichgewicht ein Stern oder eine interstellare Gaswolke stets die Bedingung erfüllt, dass die kinetische Energie (z.B. temperaturbedingte Teilchenbewegung) stets doppelt so gross ist, wie die potentielle Energie. |
Vorhauptreihenstern |
Hierbei handelt es sich um einen Stern , der gerade aus einer interstellaren Gaswolke entsteht. Noch befindet er sich nicht im Gleichgewicht und bewegt sich im HRD von links nach rechts. Zuerst nimmt seine Leuchtkraft ab um dann wieder anzusteigen. Der Vorhauptreihestern bezieht seine Energie durch Zusammenziehen aus der Schwerkraft. Erst kurz vor Erreichen der Hauptreihe zündet die Kernfusion im Inneren. |
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Wahre Sonnenzeit |
Die wahre Sonnenzeit wird durch Beobachtung der wahren Sonne ermittelt. Ein wahrer Sonnentag ist die Zeitspanne, zwischen zwei unteren Kulminationen der wahren Sonne. Da die Erde die Sonne nicht mit gleich bleibender Geschwindigkeit auf einer Ellipse umläuft, ist die Länge des wahren Sonnentags nicht konstant. |
Weltall |
Das Weltall umfasst den Raum und die darin enthaltenen Elementarteilchen. Das sichtbare Weltall hat einen Radius, der dem vom Licht seit dem Urknall zurückgelegten Weg entspricht. Größenordnungsmäßig 15 Mia. Lichtjahre. Das Hubble-Weltraumteleskop sieht etwa 50 Mia. Galaxien. Jede hat über 100 Mia. Sonnen. Daraus ergibt sich, das mindestens 10 Trilliarden Sonnen das Weltall bevölkern. |
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Yolo |
Spezielle Klasse von Schiefspiegler-Teleskopen. Informationen zu diesem Teleskoptyp gibt es auf der Home Page der Fachgruppe Yolo der SAG. |
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Zeeman-Effekt |
Zeeman-Effekt nennt man die Aufspaltung von Spektrallinien, wenn Emission oder Absorption in Anwesenheit eines starken Magnetfelds erfolgt.. |
Zenit |
Zenit genannt ist der Punkt an der fiktiven Himmelskugel, der sich senkrecht über dem Beobachter befindet, also eine Winkeldistanz von 90° zum mathematischen Horizont besitzt. Den Gegenpunkt wird als Nadir bezeichnet. |
Zenitteleskop |
Zenitteleskop genannt ist ein wissenschaftliches Instrument zur Messung von Differenzen in der Zenitdistanz von Sternen oder zur Messung der Koordinaten des Zenits zu einem bestimmten Zeitpunkt. |
Zirkumpolar |
Ein Himmelsobjekt (Planet, Komet, Stern) bezeichnen wir als Zirkumpolar, wenn es nicht untergeht. Welche Sterne das sind, hängt von der geographischen Breite des Beobachters ab. |
Zodiakallicht |
In der mehr oder weniger gemeinsamen Ebene, in der die Planeten um die Sonne kreisen, befinden sich auch riesige Mengen an Staub, der zur Sonne hin mehr wird. An sehr dunklen Orten (Alpengipfel, Wüste) kann dieser Staub besonders nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang als große, pyramidenförmige, graue Erscheinung über dem Sonnenuntergangs- bzw. Sonnenaufgangspunkt entlang der Ekliptik gesehen werden. |
Zodiakus |
Zokiakus (Tierkreis) ist das den geozentrischen Himmel umspannende Band der zwölf antiken Tierkreiszeichen, also ein eher astrologischer Begriff. |
Zwerggalaxie |
Wenn eine Galaxie weniger als 20'000 Lichtjahre Durchmesser hat, wird sie als Zwerggalaxie bezeichnet. Um das Milchstraßensystem kreisen etliche dieser Systeme. Ihre Beobachtung ist aber wegen ihrer äußerst geringen Flächenhelligkeit nicht einfach. |
Zwergplanet |
Ein Himmelskörper ist ein Zwergplanet, sobald er ...
- ... sich auf einer Bahn um die Sonne befindet und
- ... über eine ausreichende Masse verfügt, um durch seine Eigengravitation eine annähernd runde Form (hydrostatisches Gleichgewicht) zu bilden und
- ... die Umgebung seiner Bahn nicht bereinigt hat (d.h. kaum weitere Körper auf änlichen Umlaufbahn vorkommen) und
- ... kein Mond ist. Demnach ist Pluto nun ein Zwergplanet, ebenso wie Ceres und Eris. Siehe auch unter Planet.
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